Großbritannien verweigert radikalen Christen die Einreise

Britische Behörden haben einem radikalen Christen und seiner Tochter die Einreise ins Vereinigte Königreich verwehrt.

Wie die BBC berichtet, wurden Fred Phelps und seine Tochter Shirley Phelps-Roper an der Einreise gehindert. Sie sind Mitglieder der radikalen Westboro Baptist Church und waren auf dem Weg nach Hampshire, wo das Queen Mary’s College „The Laramie Project“ aufführt – ein Stück über einen Mann, der umgebracht wird, weil er schwul ist.

Die britischen Grenzbehörden kommentierten den Vorfall, sie seien gegen „alle Arten von Extremismus“. Ein Sprecher meinte gegenüber der BBC: „Beide Personen sind an unannehmbarem Verhalten beteiligt, in dem sie zu Hass gegen mehrere Bevölkerungsgruppen aufrufen. Wir werden weiterhin jede aufhalten, die Extremismus, Hass und Gewaltaufrufe in unserem Land verbreiten wollen“.

Die Aktion der beiden Kirchenaktivisten war auf der Website der Westboro Baptist Church angekündigt. Dort hieß es: „Im guten alten England ist geplant, den lebendigen Gott zu erzürnen, in dem eine Farce aufgeführt wird, die gemeinhin als „The Laramie Project“ bekannt ist. Wir werden dagegen demonstrieren und werden sehen, ob sie die Lügen, die sie erzählen selbst glauben – nämlich wie tolerant die Briten sind.“

In der Vergangenheit sind Mitglieder der Kirche durch Sprüche wie „God hates Fags (Gott hasst Schwuchteln)“ aufgefallen und haben behauptet, der Tod von Soldaten sei eine Strafe Gottes dafür, dass die USA Homosexualität tolerierten. Für diese Behauptung musste die in Kansas beheimatete Kirche im Jahr 2007 mehr als 10 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen.