Schwule KLM-Stewards wollen nicht in den Iran fliegen

Eine Reihe schwuler Flugbegleiter der niederländischen Fluglinie KLM weigert sich, über Nacht im Iran zu bleiben. Weil dort Schwule verfolgt werden, fühlen sie sich nicht mehr sicher, berichtet die Gewerkschaft für das Kabinenpersonal, VNC, der Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ (AD). KLM fliegt fünfmal pro Woche nach Teheran.

Nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers gibt es bereits eine Liste von KLM-Mitarbeitern, die nicht für diese Flüge eingesetzt werden. Es handle sich dabei um Frauen, die „schlechte Dinge in dem Land erlebt haben.“ Doch diese Liste werde nun nicht mehr erweitert, heißt es von KLM.

Die VNC findet das „inakzeptabel“. Nun versucht die Gewerkschaft, die Firmenleitung doch noch zu einem Umdenken zu bewegen.

Doch auf den Iran-Flügen auf schwule Flugbegleiter zu verzichten ist nicht so leicht: Sie müssten durch Frauen ersetzt werden, die in dem islamischen Land ein Kopftuch tragen müssten – was diese wiederum nicht möchten.

In einer Stellungnahme an das „Algemeen Dagblad“ betont KLM, dass sie die nötigen Maßnahmen ergreifen, wenn sich Mitarbeiter in Gefahr befinden würden.