Neuseelands Premierminister ‚zu schwul‘, weil er für Ehe-Öffnung ist

Der neuseeländische Premierminister John Key von der National Party ist einer der prominentesten Befürworter der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in seinem Land. Der Konservativen Partei Neuseelands geht das zu weit. Sie beschimpft ihn als „zu schwul“ für das Amt.

Rund 20.000 Bürger von Helensville, dem Wahlkreis von Key, hatten in diesen Tagen einen Brief der Konservativen in ihrem Postkasten. Darin beschwerte sich unter anderem deren Parteichef Colin Craig, dass Key die Bürger seines Wahlkreises vorher nicht gefragt hat, was diese zu einer Ehe-Öffnung sagen würden. Und ein Wähler bekräftigt: „Colin, Sie sollten Premierminister sein, weil John Key zu schwul für Helensville ist“.

Der Angesprochene lässt sich dadurch nicht beeindrucken: „Ich wünsche ihm das Beste, aber ich habe die größte Mehrheit im Land, also kann ich drauf hoffen, auch im Jahr 2014 die Unterstützung der guten Leute von Helensville bekommen zu dürfen.“ Auch kann Key die Aufregung nicht verstehen: „Meines Wissens nach gab es in meinem Wahlkreis-Büro ungefähr drei Anrufe“.

Die Konservativen wurden 2011 gegründet und haben derzeit keine Abgeordneten im Parlament von Neuseeland.