Orlando Cruz kämpft heute erstmals als offen schwuler Boxer

Heute wird es ernst für Orlando Cruz, den ersten offen schwulen Profiboxer: Der 31-Jährige will wieder mit seinen sportlichen Leistungen Schlagzeilen schreiben und gegen den Mexikaner Jorge Pazos.

Ein Sieg gegen Pazos in Kissimmee, eine halbe Autostunde südlich von Orlando, könnte dem Federgewichtler Cruz den Weg in Richtung WBO-Titelfight ebnen. Und das ist auch sein Ziel: Er möchte der „erste offen schwule Boxweltmeister“ werden.

Von seinen 21 Kämpfen hat er 18 gewonnen. Die Veranstaltungshalle ist ausverkauft – doch das wäre sie auch ohne das Outing des Boxers aus Puerto Rico gewesen. Gestiegen ist hingegen das Medieninteresse.

„Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung und hoffe einfach, dass mich die Leute dafür respektieren“, sagte Cruz. Bis jetzt hat er keine Probleme damit gehabt: 95 Prozent der Reaktionen, die er bekommen habe, seien positiv gewesen, so Cruz.

So habe ihm unter anderem sein Landsmann Ricky Martin über Twitter „Umarmungen“ geschickt. Auch sein Gegner hat kein Problem mit dem Coming Out von Cruz: „Ich muss ihn schlagen, und da macht es keinen Unterschied, ob er schwul ist oder nicht“, so Pazos.

Cruz ist einer von wenigen Profisportlern, die sich während ihrer Karriere geoutet haben. Im Boxen hatte Emile Griffith 2005 bekannt gegeben, bisexuell zu sein – 18 Jahre nach Beendigung seiner Laufbahn.