Stadt Wien fördert fünf neue queere Projekte

Mit insgesamt 10.000 Euro pro Halbjahr fördert die Stadt Wien schwul-lesbische Projekte. Das Geld kommt aus dem Budget der zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger. Nun hat der Expertenbeirat unter dem Vorsitz der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) entschieden, welche Projekte im ersten Halbjahr 2013 auch diesem „queeren Kleinprojektetopf“ gefördert werden. Gefördert werden:

  • Der Verein „ORQOA – Oriental Queer Organisation Austria“ für die Abhaltung der Veranstaltungswoche „Das künstliche Geschlecht – die orientalischen Versionen der Genderpolitik“. Darin geht es um den Abbau von Homophobie und Transphobie im Zusammenhang mit Integration und Flüchtlingspolitik.
  • Der Verein Trafo.K für sein Projekt “FlicFlac*”. Dabei sollen Workshops in Berufsschulen organisiert werden. Ziele sind unter anderem die „Implementierung von feministischen Inhalten und Vermitteln eines Vokabulars sowie Handlungsformen gegen Sexismus, Homo- und Transphobie bei Lehrlingen“.
  • Der Verein „Courage“ für das Projekt “Sex 2.0″. Dabei handelt es sich um eine zweitägige Fachtagung, die klären soll, inwieweit sich die Debatte um Sexualitäten, Intimitäten und Beziehungen durch neue Medien verändert.
  • “URBAN S*QUEERS” bei der Weiterführung und Professionalisierung der LGBT Gruppe des Theater der Unterdrückten. Ziel dieses Projekts: Die Erhöhung der Sichtbarkeit und der positiven Wahrnehmung von homo-bi-trans und intersexuellen Lebensweisen durch aktivistisches Straßentheater im öffentlichen Raum.
  • Die Studie “Queere Kollektivität und performative Praxen: Zwischen Assimilation und Widerstand”. Sie soll den komplexen Bedingungen und Ambivalenzen queerer Aktivismen nachgehen und die Frage behandeln, wie sehr die Inszenierungen der Gay-Pride-Paraden für eine Destabilisierung homo- und transphober Grenzlinien nutzbar ist.

Stadträtin Sandra Frauenberger ist von der Auswahl begeistert: „Auch heuer zeugen die vielfältigen Einreichungen von bunten und aktiven Vereinstätigkeiten der Wiener Lesben-, Schwulen- und Transgenderorganisationen“, freut sie sich. Und sie ergänzt: „Die Vereine leisten durch ihre Projekte einen unverzichtbaren Beitrag dazu, dass Wien das Regenbogenherz Österreichs ist und bleibt, so bunt und vielfältig wie die Farben des Regenbogens.“

Förderungen für Projekte des zweiten Halbjahres können von 1. April bis 31. Mai beantragt werden. Nähere Informationen gibt es unter der Wiener Telefonnummer 01/4000-81449.