Budapest Pride (fast) ohne Zwischenfälle

In Budapest ist am Samstag die 16. Lesben- und Schwulenparade mit einer Rekordbeteiligung zu Ende gegangen: Zehntausend Menschen nahmen an der Demonstration teil. Im Vorjahr waren es noch 3.000 Teilnehmer. Die Parade selbst verlief durch massive Polizeipräsenz friedlich, auf dem Heimweg wurden einige Teilnehmer von Rechten angegriffen.

Breite Unterstützung aus Politik und Wirtschaft

Zum ersten Mal fand die Budapest Pride auch breite Unterstützung in Wirtschaft und Politik: Mehr als 400 Firmen und Organisationen unterschrieben eine Unterstützungserklärung, Vertreter von mehr als 20 Botschaften und mehrere Oppositionspolitiker nahmen ebenfalls an der Parade teil. Auch der nationalkonservative Ministerpräsident Viktor Orbán war eingeladen, zog es aber vor, nicht zu erscheinen.

Vereinzelte Angriffe rechter Gruppen am Rand der Parade

Am Rande der Parade demonstrierten 200 rechtsextreme Nationalisten gegen die Budapest Pride und beleidigten die Teilnehmer. Diese wurden allerdings durch ein starkes Polizeiaufgebot von der Parade getrennt.

Wie lokale Medien berichten, gab es nach der Parade aber vereinzelt zu tätlichen Angriffen gegen die Teilnehmer. Diese waren aber nicht so massiv wie in den letzten Jahren.