Überstunden wegen Homo-Ehe in Utah: Pfadfinder bringen Standesbeamten Pizza

Keine ruhige Vorweihnachtszeit hatten dieses Jahr die Standesbeamten von Utah: Nachdem ein Bundesrichter die Ehe für Lesben und Schwule in dem konservativen US-Bundesstaat geöffnet hatte, stürmten hunderte gleichgeschlechtliche Paare die Standesämter. Weil die dort tätigen Beamten nicht einmal Zeit zum Mittagessen hatten, bekamen sie nun Pizza geliefert – von Regenbogen-Pfadfindern.

Auf Twitter machten die Bilder von den Pfadfindern schnell die Runde: Sie teilen in der Hauptstadt Salt Lake City die Pizza an die Standesbeamten aus, damit diese weiterarbeiten können, während hunderte schwule und lesbische Paare ihre Hochzeitslizenzen bekommen können. Auch einigen Paaren wird von den Pfadfindern ein Stück Pizza angeboten. Dabei tragen sie Regenbogen-Halstücher – die allerdings von den Boy Scouts of America nicht offiziell anerkannt sind.

Unterdessen hat Richter Robert Shelby, der das Eheverbot in Utah aufgehoben hat, den Antrag auf aufschiebende Wirkung des Urteils zurückgewiesen. Damit dürfen gleichgeschlechtliche Paare heiraten, bis eine höhere Instanz das Urteil aufheben sollte.

Einige Bezirke Utahs weigern sich derzeit übrigens noch, Heiratslizenzen an gleichgeschlechtliche Paare auszustellen, andere wollen in den nächsten Tagen damit beginnen. In einem Großteil des Landes wurde die Ehe aber schon geöffnet.