Billie Jean King: ‚Menschenrechte müssen bei Olympia-Vergabe wichtiger werden‘

Die offen lesbische Tennis-Legende Billie Jean King hat sich dafür ausgesprochen, die Menschenrechts-Lage in den Ländern, die sich um die Austragung von Olympischen Spielen bewerben, stärker zu berücksichtigen.

Sie hoffe, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) und sein Präsident Thomas Bach „darüber nachdenken, wenn sie das nächste Mal eine Bewerbung vergeben. Ich hoffe, dass Diskriminierung da eine große Rolle spielen wird“, sagte sie der BBC. „Aber kein Land ist perfekt. Die USA sicher nicht“, fügte King hinzu.

Das IOC bekennt sich zwar in seiner Charta dazu, auch Lesben und Schwule nicht zu diskriminieren. Doch Billie Jean King hätte das gerne genauer herausgearbeitet. Sie möchte, dass sexuelle Orientierung als Anti-Diskriminierungsziel explizit in die Charta geschrieben wird. „Und ich glaube, das ist wichtig“, so King.

Sie ist sich aber bewusst, dass das ein langer Prozess werden wird: „Es hört sich von außen einfach an, aber die interne Situation, um Veränderungen einzuleiten, braucht Zeit, viele Gespräche, es gibt sehr viel Politik in allem. Wir müssen geduldig sein, aber wir dürfen nicht nachlassen“, so die Tennis-Legende.