SP-Klubchef Andreas Schieder will schnellere Reformen für Homo-Rechte

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder fordert die ÖVP auf, sich bei Reformen im Herbst einen Ruck zu geben – auch, wenn es um die Rechte von Lesben und Schwulen geht.

Schieder möchte innerhalb der Koalition das Reformtempo erhöhen. Als Beispiele dafür nennt er den weiteren Ausbau der Ganztagsschulen, Ehe und Adoptionsrecht für Homosexuelle und längere Öffnungszeiten für Kindergärten.

Ganz in der Tradition seines Vaters, Peter Schieder, sind dem SPÖ-Klubobmann die Rechte von Lesben und Schwulen wichtig. Auf seiner Sommertour durch die Bundesländer habe er bemerkt,

dass die Bevölkerung bei diesen Themen schon deutlich aufgeschlossener sei als so mancher Abgeordneter, betont Schieder:  „Auch in den Regionen, wo mancher konservativ Denkender her ist, ist die Diskussion weiter als der denkt.“

Das gelte auch für die Öffnung der Ehe und des Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare: „Da kommt man drauf, dass das für viele Leute in Österreich nicht ihre Lebensform ist, sie aber trotzdem sagen, lasst sie doch, gebt ihnen diese Möglichkeit.“

Eine Reaktion der ÖVP auf die Aussagen von Schieder gibt es nicht. Justizminister Wolfgang Brandstetter und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner haben aber bereits vor der Sommerpause zugesagt, bis zum Herbst nahezu sämtliche Diskriminierungen der Eingetragenen Partnerschaft im Vergleich mit der Ehe zu beseitigen.