Oakland: Familienfreundliche Parade – bitte ohne Lederschwestern

Die kalifornische Stadt Oakland hat am Wochenende zum ersten Mal eine Lesben- und Schwulenparade veranstaltet. Dabei ist aber offenbar nicht die gesamte Community erwünscht – Ledergruppen wurde die Teilnahme verweigert. Die Begründung: Man wolle eine familienfreundliche Veranstaltung.

„Es gab einige Ledergruppen aus San Francisco, die kommen wollten, und wie haben freundlich abgelehnt. Wir möchten diese Veranstaltung jugendfrei halten“, erklärte Veranstalter Carlos Uribe.

Man wolle nicht mit der San Francisco Pride konkurrieren, sondern den Besuchern eine „familienfreundlichere und facettenreichere“ Veranstaltung anbieten. „Eine Art Gegenpol zum Sommerende“ zur Pride in San Francisco, wie Uribe weiter erklärt. Und er fügt hinzu: „Wir waren hier in Oakland schon immer ein bisschen weniger protzig, aber das heißt nicht, dass wir nichts zum Feiern haben.“

Dass man prinzipiell etwas gegen Ledergruppen bei der Oakland Pride habe, weisen die Veranstalter in einer offiziellen Stellungnahme zurück. Es stimme zwar, dass man Nacktheit oder sexuell eindeutige Materialien nicht bei der Veranstaltung dabei haben wolle – „aber dies schließt die Leder-Community in keiner Weise von der Teilnahme aus“. Man erkenne deren Rolle in der schwul-lesbischen Bewegung an.

Dass einige dieser Gruppen aber die Teilnahme bei der Oakland Pride prinzipiell verweigert wurde, bestreitet die Stellungnahme allerdings nicht. Einer der Headline bei der Schlussveranstaltung der familienfreundlichen Parade ist übrigens „DJ Pornstar“.