‚Vorstadtweiber‘: Homosexualität für FPÖ ehrenrührig?

Dass in der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ eine der Darstellerinnen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache irrtümlich für schwul gehalten hat, erregt weiter das Gemüt der Freiheitlichen. Nun empört sich auch der Genannte selbst.

„Der rot-schwarze ORF-Regierungssender ist wieder aktiv! Weg mit den Zwangsgebühren!“, regt sich Strache auf Facebook auf. Und sein General Harald Vilimsky erklärt auch, warum: „Den Chef der größten Oppositionspartei als ‚schwul‘ zu bezeichnen, sprengt wohl deutlich die Grenzen des guten Geschmacks und kann nur als reine Gehässigkeit bezeichnet werden.“

Politisch motivierter Hass, Beschimpfungen, Beleidigungen, Hetze und Diffamierungen gegen die FPÖ und Strache seien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk an der Tagesordnung, findet Vilimsky. Die Berichterstattung sei „eines öffentlich-rechtlichen Senders nicht würdig“ und würde „eher an einen Regierungs-Propaganda-Sender“ erinnern, so der freiheitliche Generalsekretär weiter.

Aber was ist eigentlich so schlimm, wenn man glaubt, dass eine Person homosexuell sei? Das fragt sich auch die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien. „Homosexualität ist nichts Ehrenrühriges, und daher kann auch der – eventuell gar nicht zutreffende – ‚Vorwurf‘ der Homosexualität nichts Ehrenrühriges sein’, erklärt Kurt Krickler, Generalsekretär der HOSI Wien.

„Wenn Vilimsky in diesem Zusammenhang von ‚Hass, Beschimpfungen, Beleidigungen, Hetze und Diffamierungen‘ spricht, dann will er offenbar erreichen, dass Homosexualität in diese Kategorien eingeordnet wird. Wenn hier also jemand gehässig ist, dann er“, so Krickler weiter.