‚Notwehr‘: Zwei Schwule in Russland erstochen

Schwule Männer können sich in Russland offenbar ihres Lebens nicht mehr sicher sein. So sind in den letzten Tagen zwei schwule Männer ermordet worden, einer von ihnen wurde danach ausgeraubt. Die Täter könnten für diese Tat nicht einmal bestraft werden.

Der erste Mord ereignete sich am Sonntag in der Region Krasnojarsk. Ein 16-Jähriger hat einen 63-Jährigen erstochen. Den Behörden erklärte er, von dem Mann belästigt worden zu sein.

Einen Tag später töteten zwei junge Männer im Alter von 20 und 21 Jahren einen 38-Jährigen mit 28 Messerstichen in seinem Wochenendhaus.

Danach raubten sie ihn aus und beseitigten Spuren der Tat. Trotzdem behaupteten die Täter danach bei der Polizei, sich nur gegen „sexuelle Belästigungen“ gewehrt zu haben.

Damit könnten beide Fälle von den Gerichten als Notwehr eingestuft werden – und die Täter ohne Strafe davonkommen. Alleine wären sie dabei nicht. Wie das russische Portal „gay.ru“ berichtet, gab es im letzten Jahr zehn ähnliche Taten, bei denen die Täter ihren Mord mit angeblicher Notwehr nach sexuellen Avancen verteidigten.