Linzer Pastoralrat will mehr Akzeptanz für Homosexuelle

Der Linzer Pastoralrat hat seine Empfehlungen für die Familiensynode eingereicht, die im Herbst im Vatikan stattfinden soll. Einer der Punkte: Mehr Akzeptanz für Homosexuelle.

Der Pastoralrat ist das größte Beratungsgremium der Diözese Linz. Man traf sich zwei Tage im Bildungshaus Schloss Pechberg in Wels. Es wurde heftig diskutiert – zum Schluss fordert der Pastoralrat die Bischöfe dazu auf, „den Blick auf die Lebenswirklichkeiten von Beziehungen zu richten, und nicht von Idealen auszugehen“.

Dazu zählt auch der Umgang der Kirche mit Lesben und Schwulen. Kirchenverantwortliche sollen stärker als bisher „sichtbare Zeichen für die gleiche Akzeptanz aller setzen“, unabhängig von der geschlechtlichen Orientierung. Der Begriff „schwere Sünde“ solle für Homosexuelle aus dem Wortschatz der Kirche verschwinden, fordert der Linzer Pastoralrat.

Grundlage für die Beratungen waren die offiziellen Dokumente des Vatikans zur Vorbereitung der Familiensynode und die Rückmeldungen, die in der Diözese dazu eingangen waren. Gemeinsam mit den Ergebnissen der ersten Befragung aus dem Vorjahr sollen diese Empfehlungen in einem Dokument zusammengefasst werden. Dieses Dokument wird dann bei einem Studientag der Pastoralkommission Österreichs mit Kardinal Christoph Schönborn und dem Linzer Bischof Benno Elbs besprochen.