Italienischer Priester organisierte Sex-Orgien mit Kollegen

Dass Pfarrer gerne Feste organisieren, ist bekannt. Vielleicht sollten sie sich dabei aber primär auf geistliche Anlässe konzentrierten. In Italien ist jetzt ein Priester gefeuert worden, weil er schwule Sex-Orgien veranstaltet und Videos davon innerhalb der Kirche verbreitet hat.

Der Vorfall ereignete sich in der süditalienischen Erzdiözese Taranto. Aufgeflogen ist der Fall, als der etwa 50-jährige Karmeliterpater, dessen Name nicht bekanntgegeben wurde, einen 32-Jährigen auf Facebook angesprochen hatte. Er versuchte, den jüngeren Mann zum Sex zu überreden. Dabei erzählte er ihm, dass er bereits Sex-Parties mit anderen Geistlichen und einem Mitglied der Schweizergarde veranstaltet hatte. Diese soll er auch gefilmt haben – und die Aufnahmen mit Priestern in ganz Italien ausgetauscht.

„Er hat mir gesagt, meine Bilder erregten ihn und bat mich, ihm ein intimes Foto zu schicken“, sagte der 32-Jährige der italienischen Tageszeitung „Corriere del Mezzogiorno“. „Er hat mir gesagt, er mag Männer, besonders junge. Und dass er für sie alles tun würde – auch Kleidung, Handys oder Gesprächsguthaben kaufen“, erinnert sich der Mann weiter.

In der Erzdiözese reagierte man auf diese Enthüllungen verschnupft – und entließ den Mann aus dem Pfarrdienst. „Der fragliche Priester, der nicht Teil des Klerus von Taranto, sondern eines Ordens, ist, wurde von Erzbischof Filippo Santoro seiner pastoralen Pflichten entbunden, nachdem die Tatsachen bestätigt werden konnten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Geistliche sei nicht mehr in Taranto, heißt es weiter. „In den Akten für das Kirchengericht gibt es keine Zeichen, dass andere Priester in den Fall verwickelt sein könnten“, so die Diözese weiter.

Die Schweizergarde gibt sich zu dem Fall verschlossen. Pressesprecher Urs Breitenmoser habe nach Informationen der katholischen Presseagentur Katheters noch keine Informationen über den Fall. Es gebe nur Vermutungen, keine konkreten Namen. Deshalb könne das Kommando der Garde dazu keine Stellung nehmen.