Deutsche Katholiken für Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

In Deutschland sind sieben von zehn Katholiken für eine Anerkennung und Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Das ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage einer Forschergruppe der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

Im Vorfeld zur Familiensynode des Vatikans im Oktober haben die Forscher fast 8.000 deutsche Katholiken nach ihrer Meinung zu umstrittenen Themen gebeten, auch Katholiken aus mehr als 40 weiteren Ländern wurden um ihre Meinung gefragt.

Das Ergebnis ist eindeutig: Viele Schäfchen sind weiter als ihre Hirten. So haben neun von zehn Befragten kein Problem damit, wenn Geschiedene und Wiederverheiratete wieder zum Abendmahl zugelassen werden, 87 Prozent hätten kein Problem mit Priesterinnen und 85 Prozent sind für einen freiwilligen Zölibat.

Viele der Befragten gaben außerdem an, dass sie die Kirchenleitung für weltfremd hielten. Dabei sind diese Befragten mehr als nur „Taufscheinkatholiken“: Vier von fünf Befragten gaben an, dass sie mehr als einmal im Monat in die Kirche gehen würden.

In anderen Ländern sieht das Bild allerdings anders aus. Besonders in Polen, Südeuropa und Brasilien haben die befragten Katholiken ein Problem mit der Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren.