Fall Aeryn Gillern: Sieht er heute so aus?

Die Suche nach Aeryn Gillern geht weiter: Der UN-Beamte, Österreichs erster „Mister Gay“, verschwand am 29. Oktober 2007 nur mit einem Handtuch bekleidet aus der Herrensauna „Kaiserbründl“. Nun hat die „Cold Case“-Abteilung des Bundeskriminalamtes ein aktualisiertes Foto des damals 34-Jährigen veröffentlicht.

Per Software wurde simuliert, wie sich Aeryn Gillern in den letzten acht Jahren verändert haben könnte: Einige Falten, härtere Gesichtszüge – so könnte der US-Amerikaner heute aussehen. Mit dem Foto wird nach neuen Hinweisen gesucht – denn die Erkenntnisse der letzten acht Jahre sind eher dürftig.

So steht fest, dass Gillern Ende Oktober überstürzt und nur mit einem Handtuch bekleidet das „Kaiserbründl“ verlassen hat – an dem Tag, an dem der erste Schnee fiel. Offenbar ging er zum nahen Donaukanal. Dort verliert sich seine Spur. Die Polizei ging nach dem Verschwinden von Selbstmord aus – doch eine Leiche wurde nie gefunden.

Auch Aeryn Gillerns Mutter glaubt nicht, dass ihr Sohn freiwillig aus dem Leben schied: Jedes Jahr kommt sie nach Wien, um an das Verschwinden ihres Kindes zu erinnern. Mit Erfolg: Vor einigen Monaten hat die „Cold Case“-Abteilung des Bundeskriminalamtes den Fall neu aufgerollt. Nun wurde das aktualisierte Foto des Vermissten veröffentlicht. Hinweise nehmen die Beamten unter der Wiener Telefonnummer 01/24 836–98 50 25 entgegen.