Berlin: Schwules Paar am helllichten Tag angegriffen

Weil sie Händchen hielten, schlug ein 45-Jähriger einem der Männer mit der Faust ins Kreuz

Polizei
Symbolbild - Fotolia

Erneut gab es in Berlin einen homophoben Angriff: Wie die Polizei mitteilte, wurde ein schwules Paar Sonntag gegen Mittag im Bezirk Mitte angegriffen. Einer der Männer erlitt dabei leichte Verletzungen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 13.00 Uhr: Ein 46-Jähriger und sein 26 Jahre alter Lebensgefährte gingen Hand in Hand die Münzstraße entlang. Dicht hinter ihnen ging ein unbekannter 45-Jähriger. An der Ecke zur Neuen Schönhauser Straße sprach der 46-Jährige ihn an, warum er denn so dicht hinter ihnen gehe. Der Mann gab keine Antwort – stattdessen schlug er den 46-Jährigen mit den Fäusten in den Rücken. Der trug bei dem Angriff leichte Verletzungen davon.

45-Jähriger hatte ein Problem, dass zwei Männer auf der Straße Händchen halten

Das Paar alarmierte die Polizei. Den Beamten sagte der 45-Jährige, es habe ihm nicht gepasst, dass das schwule Paar Hand in Hand durch die Straßen ging. Dass er den älteren Mann geschlagen habe, leugnete der Mann.

Die Beamten nahmen den 45-Jährigen vorläufig fest. Sie brachten ihn zu einer Gefangenensammelstelle. Dort musste er sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. Anschließend wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dieser Vorfall ist nicht die einzige homophobe Gewalttat, die sich am Wochenende in Berlin ereignete: In der Motzstraße im Nollendorfkiez wurde ein schwuler Mann mit einem Faustschlag verletzt, im Großen Tiergarten ein anderer erst beleidigt und geschlagen, dann beraubt.