Ein neues Zentrum für die HOSI Linz: Neue Räumlichkeiten eröffnet

Ab sofort in der Schillerstraße: Beratung, Information und Treffpunkt für die oberösterreichische Community

HOSI Linz
HOSI Linz

Die HOSI Linz hat ein neues Domizil: Ab sofort stehen den Aktivisten die Räumlichkeiten in der Schillerstraße 49 für Beratung und Selbsthilfegruppen, Kommunikation und Integration, Bildung und Kultur zur Verfügung. Abgerundet wird das Angebot durch ein neues Lokal, das „forty nine“.

Nach dem Tiefschlag mit dem eigenen Haus ein neues repräsentatives Heim für die HOSI Linz

Mit der Eröffnung des neuen Vereinszentrums hat eine lange Suche ihr Ende gefunden: Die helle und im Erdgeschoß gelegene Location ist drei Mal so groß wie der bisherige Vereinssitz, ein Kellerlokal in der Goethestraße. Hier residierte die HOSI Linz seit 2014 nach dem unrühmlichen Ende des HOSI-Hauses in der Fabrikstraße.

In dem österreichweit einmaligen Projekt wurden gemeinnütziges Wohnen, Platz für die Vereinstätigkeiten und ein HOSI-Café kombiniert. Das Gebäude wurde von der Stadt Linz mit Unterstützung des Landes erbaut – bevor die Förderungen fast versiegten, die Betriebskosten sich vervielfachten und das Vorzeigeprojekt aufgegeben werden musste.

Das Zentrum der oberösterreichischen Community wurde mit tatkräftiger Unterstützung zum Leben erweckt

Nun gibt es, dank der tatkräftigen Unterstützung von ehrenamtlichen Aktivisten und vieler Spender wieder ein geeignetes Vereinszentrum. Hier kann der Vereinszweck der HOSI Linz bestmöglich erfüllt werden: Information, Beratung und Gemeinschaft in allen Fragen rund um die sexuelle Orientierung und Identität zu bieten. Der Verein versteht sich als Kristallisationspunkt der politisch unabhängigen LGBT-Bewegung in Oberösterreich.

Das ebenerdige Lokal im Zentrum der Landeshauptstadt garantiert auch die Sichtbarkeit der Community in Oberösterreich – auch das war der HOSI Linz bei ihrer neuen Heimstätte wichtig.

Das neue HOSI-Zentrum will ein Informationszentrum sein, das sich an die breite Öffentlichkeit richtet. Erreicht werden soll das auch durch Vorträge und Workshops sowie gesellschaftspolitische Diskussionen. Denn der persönliche Austausch zählt und baut Vorurteile und Barrieren wirksamer ab. Dafür wären Fremdanmietungen zu aufwändig gewesen.

Eine neue, angenehme Umgebung für Beratungen und Diskussionen

Auch Beratung wird im neuen Zentrum der HOSI Linz groß geschrieben. Das betrifft nicht nur das persönliche Vieraugengespräch, sondern auch eine Begleitung der Betroffenen. Ziel ist die soziale Integration in die Community – wenn sich die Beratung in HOSI-Gruppen wie der Jugendgruppe YOUnited oder der Frauengruppe Lesbresso und in gemeinsamen Festivitäten fortsetzt, ist für alle Beteiligten ein wichtiger Schritt geschafft.

Bei der Stärkung der Gemeinschaft geht es der HOSI Linz gerade in gesellschaftlichen Randbereichen  um Identitätsfindung und -festigung, Selbstsicherheit und ein integratives Lebensumfeld. Das möchten die Aktivisten mit Festveranstaltungen genauso wie mit Kulturveranstaltungen erreichen.

Mit den Erlösen des „forty nine“ soll die Arbeit der HOSI Linz mitfinanziert werden

Der Ende letzten Jahres neu gewählte Vorstand der HOSI Linz stand von Anfang an voll hinter dem Projekt Schillerstraße. Er dankt allen Aktivisten für die Arbeit, die in die Schillerstraße 49 gesteckt worden ist, und den zahlreichen Unterstützern, die eine geeignete Infrastruktur für die HOSI mit ihren Spenden erst ermöglicht haben.

Stadt Linz und Land Oberösterreich haben dieses Leuchtturmprojekt der Lesben- und Schwulenbewegung in Oberösterreich mit keinem einzigen Euro gefördert – trotz zahlreicher Bemühungen der HOSI Linz. Das „forty nine“ soll nun aus seinen Erlösen die gemeinnützigen Leistungen der HOSI mitfinanzieren.