Conchita glänzt als Moderatorin beim Amadeus

Nach ihrem HIV-Posting: Stark wie nie moderiert sie den wichtigsten österreichischen Musikpreis

Conchita
ORF/Thomas Ramstorfer

Vor eineinhalb Wochen hat sich Österreichs bärtige Diva Conchita in einem Instagram-Posting als HIV-positiv geoutet. Heute hat sie ihren ersten großen öffentlichen Auftritt nach dem Coming Out per Instagram: Die Song-Contest-Gewinnerin moderiert die Amadeus Austrian Music Awards im Wiener Volkstheater. Der ORF überträgt die Verleihung des wichtigsten österreichischen Musikpreises zeitversetzt ab 21.55 Uhr in ORF eins.

Conchita covert „Rock Me Amadeus“ von Falco

Dabei will Conchita, selbst mehrfache Amadeus-Gewinnerin, gleich mit einem Highlight starten: Sie wird „Rock Me Amadeus“ von Falco covern – und ist deshalb schon nervös: „Ich hoffe, mit meiner Neuinterpretation das Scheinwerferlicht noch mehr auf den gleichnamigen, wichtigen österreichischen Musikpreis und seine Künstlerinnen und Künstler zu lenken“, verrät die 29-Jährige. Dazu hat sie dem Klassiker ein Electro-Synth-Pop-Gewand verpasst.

Und auch sonst hat sich Conchita für den heutigen Abend viel vorgenommen: „Ich mache die Oscars daraus“, hat sie vollmundig angekündigt. Und auch, wenn Hollywood-Stars heute ausbleiben werden – auch mit den Größen der österreichischen Musiklandschaft lässt sich eine Preisverleihung würdig zelebrieren.

Die wichtigsten Musiker Österreichs begleiten Conchita bei ihrer Premiere

So wird das Who is Who der österreichischen Musikszene im Showprogramm zu sehen sein: Wanda, Pizzera & Jaus, Ina Regen, Tagtraeumer oder Melissa Naschenweng  werden ihre Hits zum Besten geben. Simon Lewis, Marija, Onk Lou sowie Ariana von Poptracker performen erstmals ein Medley. Farewell Dear Ghost, bereits feststehender Gewinner des FM4 Awards, spielen ihren Song „Pink Noise“.

Für Spannung wird heute Abend ein besonderes Duell sorgen: Denn Bilderbuch aus Oberösterreich und Wanda aus Wien sind in jeweils fünf Kategorien nominiert – und zwar den gleichen: Album, Song, Live-Act des Jahres, bester Pop-Act und bester Sound. Insgesamt wird der Musikpreis in 14 Kategorien vergeben: Sieben allgemeinen und sieben Genrekategorien, von Hip-Hop über Jazz bis zum Schlager.

Mit „Eine ins Leben“ könnten Pizzera & Jaus zum zweiten Mal in Serie den Preis für den Song des Jahres gewinnen, Andreas Gabalier hat die Chance auf seinen insgesamt achten Amadeus. Erstmals wird auf die Hauptkategorien wie „Bester Künstler“ und „Beste Künstlerin“ verzichten. Man wolle damit verhindern, dass Musiker mehr als einmal auf der Bühne stehen, um sich einen Preis abzuholen, so die Begründung der Organisatoren.