Lebensgefährtin erwürgt: 31-Jährige ist unzurechnungsfähig

Landesgericht für Strafsachen Wien
Sebastian Baryli/Flickr - CC BY 2.0

Wegen Unzurechnungsfähigkeit erhebt die Staatsanwaltschaft Wien keine Mordanklage gegen die 31-jährige Jennifer Z., die in einem Hotelzimmer ihre Lebensgefährtin Sarah D. erdrosselt haben soll. Das berichtet die Tageszeitung Heute, mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft den Bericht bestätigt.

Die Beziehung der beiden Frauen hatte Höhen und Tiefen

Die 31-Jährige und ihre 25 Jahre alte Lebensgefährtin hatten eine On-Off-Beziehung. Kennengelernt hatten sie sich 2014 übers Internet, für ihre Liebe soll Sarah D. von Düsseldorf nach Wien gezogen sein. Doch beim Zusammenleben gab es Probleme, die Frauen lebten getrennt. Dafür trafen sich immer wieder in Hotels, um dort eine Nacht gemeinsam zu verbringen.

So auch im September, als sie für ein Wochenende gemeinsam in ein Hotel in Wien-Favoriten eingecheckt haben. In Zimmer 340 soll die Wienerin dann ihre Lebensgefährtin betäubt und mit dem Gürtel eines Bademantels erdrosselt haben. Anschließend meldete sie den Tod der Rezeption und ließ sich von der Polizei festnehmen.

Die Verdächtige dürfte an paranoider Schizophrenie leiden

Berichten zufolge gestalteten sich die Einvernahmen wegen des psychischen Zustandes der Frau als äußerst schwierig. Die Verdächtige leidet einem psychiatrischen Gutachten zufolge an paranoider Schizophrenie. Auslöser dieser Krankheit dürfte Heute zufolge eine Fischvergiftung gewesen sein, die sie während eines Kroatien-Urlaubs bekommen hatte. Danach soll sie kaum noch gegessen und massiv an Gewicht verloren haben.

Mit dem Verzicht auf eine Anklage folgt die Staatsanwaltschaft dem Gutachten, wonach die mutmaßliche Täterin zum Zeitpunkt der Tat nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Stattdessen wird sie die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragen. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.