Nach HIV-Outing: Große Unterstützung für Rugby-Legende Gareth Thomas

Lob und Unterstützung kommt auch aus dem britischen Königshaus

Gareth Thomas
Tsange/Wikimedia - CC BY 2.5

Das nicht ganz freiwillige HIV-Outing des beliebten britischen Ex-Rugby-Profis Gareth Thomas sorgt für jede Menge positiver Reaktionen. Der offen schwule Waliser hatte am Samstag seine jahrelange HIV-Infektion öffentlich gemacht – um skrupellosen Boulevardjournalisten zuvorzukommen.

Für Prinz William ist Gareth Thomas „mutig wie immer“

Prinz William, Nummer zwei der britischen Thronfolge und Schirmherr der Welsh Rugby Union erklärte auf Instagram, Gareth Thomas sei „mutig wie immer“. Er sei „auf und abseits des Platzes eine Legende. Du hast unsere Unterstützung“, so der Royal.

Und auch Williams Bruder meldete sich zu Wort: „Gareth, du bist eine Legende!“, schrieb Prinz Harry auf Twitter: „Indem du erzählst, dass du HIV-positiv bist, rettest du Leben und zerstörst Stigmata. Denn du zeigst, du kannst stark und unverwüstlich sein, während du mit HIV lebst“.

Am Tag, nachdem er seine HIV-Infektion öffentlich gemacht hatte, absolvierte Thomas einen Ironman

Wie stark Thomas trotz seiner HIV-Infektion ist, hat der ehemalige Rugby-Profi gleich am Tag nach seiner Botschaft bewiesen: Er nahm in seiner Heimat Wales an einem Ironman teil. Nachdem er vier Kilometer geschwommen, 180 Kilometer mit dem Rad gefahren und 42 Kilometer gelaufen ist, lief er geradewegs in die Arme seines Mannes Stephen, der ihn freudig umarmte.

Auch mehrere andere Prominente lobten Gareth Thomas für seine offenen Worte. Oppositionsführer Jeremy Corbyn lobte Thomas für die „enorme Stärke“, die er durch sein HIV-Outing gezeigt hat. Er sei „ein Vorbild, um Stigmata und Vorurteile zu besiegen“, so Corbyn.

„HIV kann einen nicht davon abhalten zu tun was man will“, sagt Stephen Fry

Auch der offen schwule Schauspieler, Moderator und Regisseur Stephen Fry lobt den 45-jährigen Ex-Profisportler „Er nimmt am Ironman in Wales teil und zu zeigen, dass HIV einen nicht davon abhalten kann, alles zu tun, was man will, und Aufmerksamkeit für die ‚Can’t pass it on‘-Kampagne des Terrence Higgins Trust zu erzeugen.“

Dessen Geschäftsführer Ian Green erklärte, er sei „sehr stolz, Gareth Thomas einen Freund nennen zu können.“ Er betonte, dass aufgrund der heutigen Behandlungsmöglichkeiten HIV-Positive eine normale Lebenserwartung hätten und den Virus auch nicht an andere Personen weitergeben könnten.

„Dass Gareth offen darüber redet, wie man mit HIV lebt, wird eine massive Auswirkung im Kampf gegen das Stigma haben, das noch immer existiert, und HIV als chronische Krankheit zeigen, mit der Menschen ein normales Leben haben können“, hofft Green.