Taxifahrer beschimpft Frau homophob und will sie in den Wagen zerren

Die 32-Jährige wuirde bei dem Angriff leicht verletzt

Polizei
Symbolbild - Fotolia

Eine 32 Jahre alte Frau ist von einem Taxifahrer lesbenfeindlich beleidigt und anschließend angegriffen worden. Sie stand in der Nacht zum Samstag vor einer Diskothek im Berliner Stadtteil Friedrichshain, als der Vorfall passierte.

Während die Frau vor der Disco rauchte, wurde sie von einem Taxifahrer angepöbelt

Wie die Polizei meldet, stand die 32-Jährige gegen 0.30 Uhr friedlich rauchend vor einer Diskothek am Warschauer Platz. Plötzlich hat sie ein Taxifahrer aus seinem Fahrzeug heraus homophob beleidigt.

Als die Frau daraufhin zu dem Taxifahrer ging und ihn fragte, was die Beleidigung sollte, spuckte er die 32-Jährige an. Daraufhin spuckte die Frau zurück, die Situation eskalierte.

Der Taxifahrer zog die Frau in den Wagen und schlug sie

Der Taxifahrer nahm die Frau an der Schulter, zog sie in sein Taxi und schlug sie, berichtet die Berliner Polizei. Die Frau konnte sich jedoch losreißen. Allerdings wurde sie bei dem Angriff leicht am Hals verletzt.

Der Angreifer verließ mit seinem Taxi den Tatort. Nähere Angaben zu dem Mann hat die Polizei nicht gemacht. Wie bei allen mutmaßlichen Hassdelikten hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen.

Berliner Polizei berichtet immer wieder von Übergriffen auf LGBT-Personen

Im Gegensatz zu den meisten anderen Städten im deutschsprachigen Raum macht die Berliner Polizei mögliche Hassverbrechen gegen Angehörige geschlechtlicher und sexueller Minderheiten regelmäßig öffentlich.

Deshalb wird auch verhältnismäßig oft darüber berichtet. Zuletzt wurde ein schwules Paar beim Berliner Hauptbahnhof beleidigt und geschlagen, in Berlin-Mitte wurden nur einen Tag später vier Schwule angegriffen.

Zahl der gemeldeten Übergriffe steigt an

Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo im Jahr 2018 in Berlin 382 Übergriffe auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen gezählt, das sind um 58 mehr als im Jahr zuvor.

Trotzdem dürften diese Zahlen nur die Spitze des Eisbergs sein: „Wir müssen aber von weit mehr Vorfällen ausgehen“, erklärte Bastian Finke, der Leiter von Maneo, bei der Vorstellung der Zahlen.

Wer in der deutschen Hauptstadt Opfer von Hasskriminalität wird, kann auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben. Außerdem gibt es bei der Berliner Polizei zwei Ansprechpersonen für LSBTI. Sie sind unter der Telefonnummer +49/(0)30/4664 979 444 erreichbar.