Daniel Küblböck für tot erklärt

Drei Jahre nach dem Verschwinden gibt es nun auch offiziell keine Hoffnung mehr

Daniel Küblböck
Daniel Küblböck/Facebook

Am 9. September 2018 ist der Sänger und Schauspieler Daniel Küblböck während einer Atlantik-Kreuzfahrt von Hamburg nach New York über Bord gegangen. Eine intensive Suche der kanadischen Küstenwache im eiskalten Meer vor der Küste Neufundlands nach ihm blieb erfolglos. Nun hat das Amtsgericht Passau den 33-Jährigen für tot erklärt.

Hinter der nüchternen Mitteilung des Amtsgerichts steckt das letzte Drama um Daniel Küblböck

„Als Zeitpunkt des Todes wird der 09.09.2018, 08:55 Uhr (Ortszeit) festgestellt“, heißt es in der offiziellen Todeserklärung im Bundesanzeiger: „Der Beschluss wird mit Rechtskraft wirksam. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Nachlass zur Last.“ Doch hinter dieser nüchternen Mitteilung steckt ein letztes Drama rund um Küblböck.

Denn der Antrag, Daniel Küblböck für tot erklären zu lassen, kam von dessen ehemaliger Assistentin. Sein Vater Günther hatte mehrere Male schriftlich Einspruch gegen das Verfahren eingelegt. „Wir als Familie möchten jedenfalls nicht, dass Daniel auf diesem Weg für tot erklärt wird. Wenn, dann muss dieser Schritt schon von der Familie eingeleitet werden“, erklärte er Bild.

„Es ist schwierig abzuschließen, wenn man einen Menschen nicht findet“

Doch der Einspruch des Vaters war vergeblich, das Verfahren nahm seinen Lauf – und jetzt eben sein Ende. Die Frist, in der sich der ehemalige DSDS-Teilnehmer noch melden hätte können, lief am 1. Oktober 2020 ab. Für Günther Küblböck ist es trotzdem schwer, Frieden zu finden. „Es ist schwierig abzuschließen, wenn man einen Menschen nicht findet“, sagte er der Passauer Neuen Presse.

Im vergangenen Jahr erinnerte sich Küblböck in der SWR-Sendung „Nachtcafé“ an seinen Sohn. „Daniel hat 33 Jahre keine Krankheit in dem Sinne gehabt“, sagt er über Daniel – doch dann habe der 33-Jährige an Psychosen gelitten. „Daniel hat 33 Jahre keine Krankheit in dem Sinne gehabt“, so der Vater. Es sei unmöglich gewesen, ihn von der Kreuzfahrt abzuhalten.

Für die Zukunft wünscht sich Günter Küblböck, dass bei psychischen Erkrankungen genauso schnell gehandelt werde wie bei physischen.

Wie sämtliche Medien berichtet GGG.at normalerweise nicht über Selbsttötungen – außer, sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Dadurch wollen wir keinen Anreiz zur Nachahmung geben. Wenn Sie selbst depressiv sind oder ähnliche Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge unter http://www.telefonseelsorge.at/ oder der österreichweiten Rufnummer 142.