Regenbogenflaggen an fast 50 Wiener Schulen

Auch Gesundheitsminister Mückstein unterstützt die Aktion der HOSI Wien

Flag United
HOSI Wien/Philip Bauer

Zum Pride Month haben sich auch insgesamt 50 Wiener Schulen mit Regenbogenflaggen herausgeputzt. Sie nehmen am Projekt „Flag United“ der HOSI Wien teil. Zum offiziellen Start an der AHS Rahlgasse am Montag waren auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein von den Grünen und der Mariahilfer Bezirksvorsteher Markus Rumelhart von der SPÖ dabei.

Bei „Flag United“ zeigen Schulen ihre Solidarität mit der Community

„Flag United“ stellt interessierten Schulen Regenbogenflaggen zur Verfügung, um sie im Pride Month Juni aufzuhängen. „Schulen sind entscheidend, um Vielfalt und Akzeptanz zu vermitteln und für alle Jugendlichen ein gutes, sicheres Umfeld zu schaffen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass inzwischen knapp 50 Schulen in Wien mitmachen und ihren LGBTIQ-Schüler*innen den Rücken stärken“, erklärt Projektleiter Michael Kudler.

Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI Wien, macht bei dem Termin auch darauf aufmerksam, dass beim Schutz von queeren Kindern und Jugendlichen noch viel zu tun sei – vom Verbot selbsternannter„Homo-Heiler“ bis zu einem Ende medizinisch nicht notwendiger Operationen bei intergeschlechtlichen Kindern. Zwar hat der Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrats diese Woche Verbote beschlossen – doch bis diese in ein Gesetz gegossen werden, kann noch einige Zeit vergehen.

Gleiche Rechte für alle Menschen als Grundwert

„Meine Tochter hat mich gefragt, ob ich beim Hissen der Regenbogenfahne an ihrer Schule dabei sein kann und diesem Wunsch komme ich sehr gerne nach!“, so Mückstein. Er setze sich dafür ein, „dass alle Menschen – unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität – die gleichen Rechte haben und diese auch leben können – in der Gesellschaft, im Gesundheitswesen, in der Schule“, erklärte der Gesundheitsminister.

Und auch Markus Rumelhart, dem einzigen offen schwulen Bezirksvorsteher Wiens, ist es ein großes Anliegen, das Miteinander in seinem Bezirk zu fördern: „Wir organisieren das Straßenfest ‚andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf‘, eine Veranstaltung für ein respektvolles Miteinander und sprechen uns gegen Homo- und Transphobie aus“, erklärt er. Mariahilf sei das „Regenbogenherz dieser Stadt“, als Bezirksvorsteher unterstütze er diese Initiative der HOSI Wien gerne.