Freitag, 24. Mai 2024
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Trans Frau beim Bahnhof Zoo beschimpft und angespuckt

Der Angreifer flüchtete mit einem E-Scooter

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In der Nähe des Berliner Bahnhofs Zoo sind am Montagabend eine junge trans Frau und eine Begleiterin beleidigt und angespuckt worden. Der Pöbler konnte unerkannt entkommen.

Die Frauen versuchten noch, den Pöbler zu ignorieren

Die 20-Jährige war mit zwei Begleiterinnen kurz vor 22.00 Uhr zu Fuß auf dem Hardenbergplatz unterwegs, als sie ein Unbekannter transfeindlich beleidigt hat. Die drei Frauen versuchten, den Pöbler zu ignorieren und Richtung Bahnhof weiterzugehen – doch der Mann wiederholte seine Beleidigungen mehrmals.

Schließlich spuckte er der 20 Jahre alten trans Frau und einer ihrer Begleiterinnen, einer 18-Jährigen, ins Gesicht. Die Frauen alarmierten schließlich die Polizei. Das veranlasste den Unbekannten, auf einem E-Scooter zu flüchten. Die 18-Jährige wollte das noch verhindern und hielt den Lenker des Scooters fest.

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Allerdings schlug der Pöbler die Hand der jungen Frau weg, wodurch sie leicht verletzt wurde. Der Mann konnte unerkannt flüchten. Wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen gegen die geschlechtliche Orientierung hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Berliner Polizei hat eigene Ansprechpersonen für LGBTI

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität seit einigen Jahren gezielt öffentlich. Deshalb wird – verglichen mit anderen Städten im deutschsprachigen Raum – verhältnismäßig oft darüber berichtet. 

Außerdem können Opfer von Hasskriminalität in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin online eine Anzeige aufgeben. Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LSBTI

Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.