„Schwulen Hund“ abgegeben: Nun hat er neue Besitzer

Männer-Paar kümmert sich nun um den Rüden - und gibt ihm einen neuen Namen

Fezco/Oscar
Stanly County Animal Protective Services)

Für Unverständnis sorgt die Geschichte von Fezco, einem Hund im US-Bundesstaat North Carolina: Sein Besitzer hat ihn im Tierheim abgegeben, weil er ihn für schwul gehalten hat. Nun hat der putzige Vierbeiner ein neues Zuhause gefunden – und einen neuen Namen bekommen.

Weil er einen anderen Rüden bestiegen haben soll, kam Fezco ins Tierheim

Weil der viereinhalb Jahre alte Rüde einen anderen männlichen Artgenossen bestiegen haben soll, wurde Fezco im Tierheim von Albemarle, einer 70 Kilometer von der Hauptstadt Charlotte entfernten Kleinstadt, abgegeben. Man wolle keinen schwulen Hund in der Familie haben, erklärten die ehemaligen Besitzer dem Tierheim.

Diese seltsame Begründung verbreitete sich schnell, nachdem der Lokalsender WCCB-TV über Fezco berichtet hatte. „Er hat einen anderen Hund bestiegen, was Hunde nun einmal machen“, zeigte auch Nachrichtenmoderatorin Mogan Fogarty ihr Unverständnis. Und ihr Co-Moderator Drew Bollea ergänzte: „Dieser Bursche sieht so aus, als ob er sehr schnell ein neues Zuhause findet.“

Nun hat ein schwules Paar den putzigen Vierbeiner adoptiert

Und so war es auch: Wie die Tageszeitung Charlotte Observer  berichtet, hat ein schwules Paar Fezco nun adoptiert: Steve Nichols und John Winn aus der nahen Kleinstadt Indian Trail haben das etwa 25 Kilo schwere Tier zu sich genommen. Und sie haben ihm auch einen neuen Namen gegeben: So heißt der Hund jetzt Oscar, benannt nach dem schwulen irischen Poeten Oscar Wilde.

Nicols zufolge haben sich die Vorbesitzer:innen übrigens nicht richtig um den Hund gekümmert und ihn nie zum Tierarzt gebracht. So soll Oscar Würmer gehabt haben und auch nicht kastriert worden sein. Auch habe das Tier offenbar bis jetzt „nie gutes Fressen oder einen Hundefriseur“ gesehen, ärgert sich sein neues Herrchen. Das bestätigt jene Kritiker:innen der Vorbesitzer:innen, die sich gefragt haben, ob es gut sei, dass ein Hund bei Besitzer:innen mit solchen Vorurteilen leben muss.

Über deren Grund, den Hund abzugeben, sagt der neue Besitzer: „Das war das Dümmste, das ich je gehört habe.“ Schließlich sei Besteigen normales Dominanzverhalten in einem Rudel. Und auch, wenn Oscar in seinem Leben bis jetzt nicht viel Glück hatte – er sei „extrem süß“ und artig und wird von seinen neuen Besitzern nun einmal gesund gepflegt.