Österreich: Mindestens 20 Männer mit Affenpocken infiziert

Drei Betroffene werden derzeit im Krankenhaus behandelt

Symbolbild: Affenpocken
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Auch in Österreich werden immer mehr Affenpocken-Fälle bekannt. Der Gesundheitsagentur AGES zufolge gibt es schon zwanzig bestätigte Fälle. Eine weitere Infektion gilt nach Informationen der Virologin Monika Radlberger-Fritz von der Med-Uni Wien als wahrscheinlich.

Die meisten Fälle wurden aus Wien gemeldet

Die meisten Fälle gibt es mit 14 in Wien. Davon sind zwei Betroffene bereits wieder genesen. Die anderen zwölf Fälle sind noch aktiv, drei von ihnen werden in der Klinik Favoriten behandelt, heißt es aus dem Büro des Wiener Gesundheits-Stadtrats Peter Hacker. Bei den Wiener Infizierten handelt es sich um Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren, nach bisherigen Informationen ist keiner von ihnen gegen Pocken geimpft.

Weitere Affenpocken-Fälle wurden aus Niederösterreich gemeldet. Zuletzt wurden auch die ersten Infizierten in Oberösterreich und Vorarlberg bestätigt. Auch hier handelt es sich um Männer.

Die Betroffenen haben offene Stellen im Mund und die für Pocken typischen Bläschen und Pusteln verteilt am Körper, meistens auch im Genitalbereich. Wer sich mit Affenpocken angesteckt hat, muss in Quarantäne, bis die Bläschen verkrustet und die Krusten vollständig abgeheilt sind.

Impfstoff gegen Affenpocken soll nächste Woche nach Österreich geliefert werden

Unterdessen hat das Gesundheitsministerium angekündigt, dass die ersten Impfstoffe gegen Affenpocken schon nächste Woche nach Österreich geliefert werden könnten. Die Impfung soll dann gefährdeten Personengruppen zur Verfügung stehen. Welche das sind, bespricht derzeit das Nationale Impfgremium. Möglich wäre auch eine Post-Expositionsprophylaxe, also die Impfung von Personen, die bereits engen Kontakt zu angesteckten Personen hatten.

Bis jetzt wurden beim aktuellen Ausbruch der Affenpocken fast 5.000 Infektionen gezählt, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC bekanntgegeben hat. Rund 1.600 Fälle kommen aus jenen acht Ländern in Afrika, in denen es öfter Affenpocken-Ausbrüche gibt. Doch mehr als 3.300 Infektionen wurden in mehr als 40 Ländern gezählt, in denen die Krankheit bisher praktisch unbekannt war. Gestorben ist an den Affenpocken in der aktuellen Welle noch niemand.