Berlin: Frauen beleidigen Mann und bewerfen ihn mit einem Schuh

Schwulenfeindliche Attacke im Schöneberger Regenbogen-Kiez

Berlin: Nollendorfplatz
Standardizer/Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Mitten im Regenbogenkiez in Berlin-Schöneberg hat es am Dienstagabend einen schwulenfeindlichen Vorfall gegeben: Drei Frauen warfen in der Fuggerstraße unter anderem mit einem Schuh augeinenauf einen 32-Jährigen und beleidigten ihn.

Plötzlich flogen Gegenstände aus dem dritten Stock des Hotels

Wie die Berliner Polizei berichtet, waren der 32-Jährige sowie ein zehn Jahre älterer Zeuge gegen 22.50 Uhr auf dem Gehsteig vor einem Hotel, als sie plötzlich aus einem Fenster im dritten Stock des Hotels mit Gegenständen beworfen und schwulenfeindlichen Ausdrücken beleidigt wurden. 

Unter den Gegenständen waren unter anderem Lebensmittel, Kosmetikartikel oder ein Schuh. Kosmetikartkiel oder ein Schuh. Als der zufällig vorbeikommende 42-Jährige dem Mann helfen wollte, wurde er selbst von einer vollen Wasserflasche am Bein getroffen. Die herbeigerufene Polizei fand im Hotel drei Frauen im Alter von 39, 36 und 19 Jahren und stellte ihre Personalien fest.

Die Männer wurden nicht verletzt

Weitere Informationen zur Identität der Frauen gibt es nicht. Die beiden Männer wurden bei dem Angriff nicht verletzt. Sie lehnten eine ärztliche Behandlung ab. Die weiteren Ermittlungen hat, wie bei allen mutmaßlichen Fällen von Hassverbrechen, der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.

Erst am Montag meldete die Berliner Polizei einen Angriff auf eine trans Frau – ein 16 Jahre alter Tatverdächtiger konnte festgenommen werden. Außerdem veröffentlichte die Polizei Fotos von zwei Männern, die verdächtigt werden, im Frühjahr ein Hassverbrechen begangen zu haben.