Donnerstag, 20. Juni 2024
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Nach Anschlag auf Türkis Rosa Lila Villa: Drei Verdächtige ausgeforscht

Nachdem Rechtsextreme am Dienstag einen Anschlag auf die Türkis Rosa Lila Villa an der Linken Wienzeile verübt haben, konnte die Polizei nun drei Tatverdächtige ausforschen.

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Es war in der Nacht auf Mittwoch gegen 5.00 Uhr früh, als drei Rechtsextreme auf ein Baugerüst kletterten, das derzeit vor der Türkis Rosa Lila Villa steht. Dann befestigten sie Transparente und Plakate auf der Fassade des queeren Community-Zentrums und warfen mehrere hundert Flugblätter auf die Wienzeile. 

Während oben Menschen schliefen, feuerten die Attentäter ein Bengalisches Feuer

Um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen, feuerten sie auch ein Bengalisches Feuer ab, wie auf einem Video, das GGG.at vorliegt, zu sehen ist. Bedenklich: In den oberen Stockwerken der Villa befinden sich Wohnungen. Die Texte auf den Flugblättern „zielten augenscheinlich darauf ab, eine bestimmte Gruppe in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen“, so die Polizei.

Offensichtlich ging es dabei um Kinderbuchlesungen von Drag Queens, gegen die derzeit von der rechten Szene – befeuert von der FPÖ Wien – mobil gemacht wird. Eine Veranstaltung der bekannten Drag Queen Candy Licious in einer Mariahilfer Buchhandlung musste von der Polizei geschützt werden.

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Den genauen Inhalt des Plakats und der Flugblätter will die Türkis Rosa Lila Villa nicht mit der Öffentlichkeit teilen. „Wir versuchen, die Spuren der symbolischen Handlung zu beseitigen, um weitere Entwicklungen von symbolischen Handlungen zu Gewalttaten zu vermeiden“, heißt es in einer Stellungnahme.

Polizei konnte drei Tatverdächtige ausforschen und anzeigen

Nun hat die Landespolizeidirektion (LPD) Wien bekanntgegeben, dass Beamtinnen der Polizeiinspektion Viktor-Christ-Gasse in der Nähe der Türkis Rosa Lila Villa drei mutmaßliche Täter anhalten konnte. Dabei handelt es sich um österreichische Staatsbürger im Alter von 19 bis 21 Jahren.

Nähere Informationen zu den Tatverdächtigen wurden nicht gemacht. Sie wurden wegen des Verdachts auf Verhetzung auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.