Mittwoch, 17. April 2024
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Schwules Paar in Berlin beleidigt, verprügelt und beschossen

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist ein schwules Paar am Dienstagabend von einer Gruppe Jugendlicher schwulenfeindlich beschimpft, verprügelt und mit einer Luftdruckwaffe beschossen worden.

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An viele LGBTI-feindliche Vorfälle in Berlin hat man sich schon fast gewöhnt – doch was am Dienstagabend passiert ist, sticht heraus: Gegen 18.30 Uhr wurden zwei Männer, 30 und 34 Jahre alt, auf dem Mehringplatz in Berlin-Kreuzberg von einer Gruppe Jugendlicher beleidigt, verprügelt und beschossen.

Der Vorfall ereignete sich vor der U-Bahn-Station

Der Vorfall ereignete sich vor dem Eingang zur U-Bahn-Station Hallesches Tor. Die vier bis fünf Jugendlichen beleidigten das Paar schwulenfeindlich und beschossen es mit einer Luftdruckpistole.

Als die Männer die Gruppe aufforderten, das zu unterlassen, eskalierte die Situation. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem die Opfer umgestoßen wurden. Am Boden liegend verprügelten sie die Jugendlichen mit ihren Fäusten.

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Die Jugendlichen konnten unerkannt flüchten

Anschließend konnten die Jugendlichen unerkannt in Richtung Franz-Klühs-Straße flüchten. Eine von der Polizei eingeleitete Durchsuchung der Umgebung nach den Tatverdächtigen blieb ohne Erfolg. Weitere Einzelheiten zu den Jugendlichen hat die Polizei – wie bei Erstmeldungen üblich – nicht veröffentlicht.

Bei dem Angriff erlitten die beiden Männer Verletzungen im Gesicht. Diese konnten von der herbeigerufenen Rettung erstversorgt werden. Der 34-Jährige musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Gegen die Jugendlichen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen werden – wie bei allen mutmaßlichen Hassverbrechen – vom Polizeischutz beim Landeskriminalamt Berlin geleitet.

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.

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