Sonntag, 16. Juni 2024
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Jugendliche attackieren lesbisches Paar in Berlin-Neukölln

Erneuter Angriff auf queeres Leben in Berlin: Im Bezirk Neukölln wurde ein lesbisches Paar von einem heterosexuellen Paar angegriffen.

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Einen weiteren lesbenfeindlichen Angriff meldet die Berliner Polizei: ZweI Frauen, die kurz vor 17.00 Uhr auf dem Gehsteig der Pannierstraße in Richtung Maybachufer unterwegs waren, sind von einem männlichen Jugendlichen und dessen Begleiterin angegriffen worden.

Die beiden Frauen gingen Hand in Hand, als einer von ihnen in den Intimbereich geschlagen wurde

Die beiden Frauen, 36 und 47 Jahre alt, gingen Hand in Hand, als ihnen kurz vor der der Einmündung Framstraße die beiden bislang unbekannten Jugendlichen entgegen kamen. Ohne Vorwarnung sollen sie der Jüngeren in den Intimbereich geschlagen haben. 

Die 47-Jährige versuchte daraufhin, ihre Partnerin zu verteidigen – worauf das Hetero-Paar beide Frauen zu Boden geschlagen und auf sie eingetragen haben soll. Anschließend soll das Duo in unbekannte Richtung geflüchtet sein. 

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Wie bei mutmaßlichen Hassverbrechen üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen wegen einer Körperverletzung mit homophonem Hintergrund aufgenommen. Nähere Informationen über die Jugendlichen hat die Polizei bis jetzt noch nicht veröffentlicht.

Für Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten gibt es in Berlin eigene Ansprechpartner:innen

Angehörige sexueller Minderheiten, die Opfer von Hasskriminalität geworden sind, können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben.

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.