Schwuler Sex für britische Muslime „nicht akzeptabel“

Teil erschreckende Ergebnisse bringt eine aktuelle Studie des Meinungsforschers Gallup, die in Großbritannien, Frankreich und Deutschland die Ansichten dort lebende Muslime mit denen der Mehrheitsbevölkerung verglichen hat.

Wie das Onlineportal „queer.de“ berichtet, hält kein einziger befragter Muslim in Großbritannien schwulen Sex für moralisch akzeptabel. In Deutschland hätten vier von fünf, in Frankreich „nur“ zwei von drei befragten Muslims ein Problem. Gefragt wurde bei der Studie nach der eigenen Moral, nicht nach der Akzeptanz solcher Handlungen bei anderen. Doch auch bei der angestammten Bevölkerung ist gleichgeschlechtliche Liebe nicht ganz akzeptiert: 42 Prozent der Briten, 32 Prozent der Deutschen und 22 Prozent der Franzosen haben ebenfalls ein moralisches Problem mit Homosexualität.

Auch in anderen Bereichen der Sexualität sind Muslime konservativer: Sex zwischen unverheirateten Paaren finden zum Beispiel in der deutschen Gesamtgesellschaft 88 Prozent in Ordnung, aber nur 27 Prozent der Muslime. Deutlich sind die Unterschiede auch bei der Haltung zu Abtreibungen und Pornografie, wo jeweils etwa die Hälfte der Deutschen, aber nur ein Fünftel der befragten Muslime kein moralisches Problem damit hat.

In anderen Punkten sind Muslims der angestammten Bevölkerung allerdings voraus: 40 Prozent der deutschen Muslime identifzieren sich mit ihrer neuen Heimat, und auch bei der Akzeptanz deutscher Gerichte und des Bundestages liegen sie vor der Gesamtbevölkerung.

Insgesamt haben die Autoren der „Gallup Coexist Index 2009“ pro Land 1000 Einheimische und 500 bis 1000 Muslime befragt. Die Studie soll die Einstellungen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund dokumentieren.