Schwuler Transgender in Südafrika fast enthauptet

In Südafrika soll ein 23-jähriger Schwuler wegen seiner sexuellen Orientierung von zwei Männern brutal umgebracht worden sein.

Wie die Lesben- und Schwulengruppe „LEGBO Northern Cape“ berichtet, wurde Thapelo Makutle am Freitag zunächst an seinem Arbeitsplatz in der Stadt Kuruman von zwei Männern attackiert, weil er schwul war und sich auch als Transgender identifizierte. Nach einem heftigen Wortwechsel folgten sie ihm in den Raum, in dem er lebte, und schnitten ihm die Kehle so tief durch, dass sie ihn beinahe enthaupteten. Dann deckten sie seinen leblosen Körper zu, als ob er nur schlafen würde. Eine Freundin fand die Leiche zwei Tage später.

Makutle arbeitete als Freiwilliger bei „LEGBO Northern Cape“. Die Organisation kümmert sich um Unterstützung und Gesundheitsvorsorge in ländlichen Gebieten Südafrikas, in denen die Stigmatisierung von Homosexuellen und Transgendern besonders groß ist.

Zuletzt hat Makutle am „Kimberly Out In Africa Gay And Lesbian Festival“ teilgenommen und wurde als „Queen Bling“ zur „Miss Gay Kuruman“ gewählt.

„Es ist so traurig. Ich kann den Schmerz nicht beschreiben, den wir gerade fühlen“, erklärt Shaine Griqua, der Leiter von „LEGBO Northern Cape“ dem lokalen Internetportal „Mamba online“. „Wir haben einen jungen, talentierten schwulen Mann verloren, der offen zu dem stand, was er war. Die letzten paar Tage waren wie eine dunkle Wolke.“

Bis jetzt wurden noch keine Verdächtigen verhaftet. Griqua glaubt auch nicht, dass die Polizei viel Energie in die Suche nach Makutles Mördern investieren wird: „Vor kurzem wurde eine Lesbe mit drei Messerstichen in einer Bar verletzt, weil sie gesagt haben, so soll eine Frau sein und kein Mann. Sie hat beschlossen, keine Anzeige zu erstatten, weil sich nicht wollte, dass ihre Familie es erfährt“, erklärt er.

Die Regierung sei an den immer mehr werdenden Gewalttaten an Schwulen und Lesben nicht interessiert, kritisiert Shaine Griqua.

Thapelo Makutle wird am Samstag bestattet.