Vater tötet Sohn mit 14 Schüssen, weil er schwul ist

In der Türkei soll ein 17-Jähriger wegen seiner Homosexualität von seinem eigenen Vater erschossen worden sein. Das berichtet die Tageszeitung „Hürriyet“.

Das Drama soll sich schon vor einem Monat in der Provinz Diyarbakır im Südosten Anatoliens abgespielt haben: Schon seit längerer Zeit soll der Sproß einer wohlhabenden und einflussreichen Familie von seinen Verwandten geschlagen und erniedrigt worden sein. Daraufhin flüchtete er dem Zeitungsbericht zufolge zu einem Freund. Von dort soll der Onkel des Burschen ihn aber wieder gewaltsam nach Hause zurückgebracht haben.

Dort stritt sich der 17-Jährige wieder mit seinem Vater – und musste diesen Streit mit dem Leben bezahlen: 14 Mal soll er auf seinen eigenen Sohn geschossen haben. Die Leiche hat er dann gemeinsam mit dem Onkel des Burschen auf der Straße abgelegt.

Die Polizei von Diyarbakır hat den Vater und den Onkel des 17-Jährigen verhaftet. Sie sollen gerade dabei gewesen sein, Beweise für den brutalen Mord zu vernichten, berichtet eine örtliche Lesben- und Schwulengruppe.

„Wir alle sind dieser Gewalt ausgeliefert und es gibt keinen Behörde, an dem wir unsere Rechte einfordern können“, so die Gruppe gegenüber „Hürriyet“: „Die Polizei beleidigt und beschimpft uns, Ärzte machen sich über uns lustig.“

Der Fall erinnert an die Tötung von Ahmet Yildiz im Jahr 2008: Er wurde in Istanbul ebenfalls von seinem Vater erschossen weil er schwul war. Die Familie stammte ebenfalls aus Südanatolien.