Britisches Oberhaus winkt Ehe-Öffnung durch

Das Gesetz zur Öffnung der Ehe in England und Wales hat seine letzte große Hürde genommen: Das House of Lords hat gestern gegen 19.00 Uhr mit einer Mehrheit von 242 Stimmen den Gesetzesentwurf angenommen.

Die Befürworter des Gesetzes trugen als Zeichen ihrer Unterstützung rosa Nelken. Außerhalb des historischen Parlamentsgebäudes jubelten Aktivisten.

Nun wird das Gesetz über die Öffnung der Ehe zurück ins Unterhaus, das House of Commons, verwiesen. Dort werden die Anmerkungen der Regierung diskutiert, bevor es endgültig beschlossen wird. Dieser Vorgang gilt als Formalität. Das Unterhaus hat das Gesetz in erster Lesung mit einer breiten Mehrheit von 390 zu 148 Stimmen verabschiedet.

Mit dem Gesetz bekommen schwule und lesbische Paare die Möglichkeit, in England und Wales religiös und zivil zu heiraten. Religionsgemeinschaften können sich entscheiden, ob sie gleichgeschlechtliche Ehen zulassen. Nur die anglikanische Church of England wurde prinzipiell von der Möglichkeit ausgeschlossen, um kircheninterne Spannungen zu vermeiden.