Berlin: Junger Schwuler in Fitness-Studio beschimpft

Zwei arabisch sprechende Unbekannte beleidigten den Mann

Symbolbild: Fitnessstudio
Symbolbild - Fotolia/antondotsenko

In Berlin-Kreuzberg ist gestern Abend ein junger Mann im Fitness-Studio von zwei Unbekannten schwulenfeindlich beschimpft worden. Das berichtet heute die Berliner Polizei.

Es war gegen 21.15 Uhr, als der 20-Jährige in einem Fitness-Studio am Kottbusser Damm friedlich trainierte. Ohne Vorwarnung wurde er von zwei Männern, die dort ebenfalls trainiert haben, wegen seiner sexuellen Orientierung auf Arabisch beleidigt.

Auch andere Besucher des Studios konnten die Beschimpfungen hören

Wie er später der Polizei sagte, sollen die beiden Männer dabei so laut gesprochen haben, dass auch andere Mitglieder des Fitness-Studios ihre homophoben Beschimpfungen hören konnten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm aufgrund des homophoben Hintergrundes der Tat die Ermittlungen.

Verbale und tätliche Gewalt gegen sexuelle Minderheiten nimmt in Berlin derzeit zu. So hat die Berliner Beratungsstelle ReachOut im Jahr 2016 insgesamt 70 Fälle gezählt, in denen sexuelle Minderheiten gewaltsam angegriffen oder massiv bedroht wurden. Im Jahr zuvor registrierte ReachOut nur 43 derartiger Fälle, das entspricht einer Zunahme von 62 Prozent.