Samstag, 25. Mai 2024
HomeSzeneWienVereinszentrum der HOSI Wien mit Eiern beworfen

Vereinszentrum der HOSI Wien mit Eiern beworfen

Mutmaßlich homophober Anschlag kann die Aktivisten aber nicht verunsichern

Meistgelesen

Neu auf GGG.at

Einen mutmaßlich homophoben Angriff gab es auf das Gugg, das Vereinslokal der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde das Lokal mit mehreren Eiern beworfen und die Front so erheblich beschmutzt. Die mutmaßlichen Täter konnten unerkannt entkommen.

„Keine spontane ‚b’soffene G’schicht‘“

Auch, wenn man deshalb nicht zweifelsfrei sagen kann, ob es sich bei dem Eierwurf nicht um gewöhnlichen Vandalismus handelt – bei der HOSI Wien hat man eine Theorie: „Nachdem die wenigsten Menschen mit Eiern in der Handtasche spazieren gehen, liegt die Vermutung nahe, dass das nicht eine spontane ‚b’soffene G’schicht‘ war, sondern ein gezielter homophober Übergriff“, so Moritz Yvon, Obmann der HOSI Wien, gegenüber GGG.at.

Eierwurf
Gerhard W. Liedl/HOSI Wien

Bei dem Angriff wurde die Fassade des Gugg und auch eine Glastüre erheblich beschmutzt. Die Aktivistinnen und Aktivisten der HOSI Wien sind heute dabei, die Spuren des Eierwurfs zu entfernen.

- Werbung -

Auch die Villa wurde wiederholt zum Ziel von Vandalen

Es ist nicht das erste Mal, dass Institutionen der Community zum Ziel von Vandalen werden. So wurde die Fassade der Türkis Rosa Lila Villa in den letzten Jahren öfter besprüht. Die Täter waren mutmaßlich von serbischen Nationalisten: Im September 2014, im Oktober 2015 und im Jänner 2017 haben Unbekannte „Töte Schwule“ in Deutsch und Serbisch auf die Fassade gesprayt. Bei den ersten beiden Angriffen dürfte es einen Zusammenhang mit der Belgrade Pride gegeben haben.

Doch genauso wie sich die Türkis Rosa Lila Villa durch diese Aktionen nicht beirren hat lassen, will sich auch die HOSI Wien durch den Eierwurf auf ihr Vereinslokal nicht einschüchtern lassen. „Es zeigt nur, wie viel noch zu tun ist. Wir werden umso lauter und umso aktiver für die Community kämpfen.“, gibt sich Yvon demonstrativ kämpferisch.