Star-Magier Siegfried ist tot – neun Monate nach seinem Partner Roy

Siegfried & Roy
Carol M. Highsmith Archive/Library of Congress

Siegfried Fischbacher, einst Teil des gefeierten Magier-Duos „Siegfried & Roy“, ist tot. Er ist im Alter von 81 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs, der im ganzen Körper gestreut hatte, gestorben. Seine letzten Tage hatte Fischbacher in „Little Bavaria“, seinem 40 Hektar großes Anwesen in Las Vegas, verbracht.

Seine Schwester bestätigte den Tod des Magiers

Siegfrieds Schwester Dolore, die als Nonne in München lebt, bestätigte der Bild-Zeitung: „Er ist sanft und friedlich eingeschlafen“, so die 78-Jährige. Zuletzt konnte der weltbekannte Magier nicht mehr sprechen oder richtig reagieren, Dolore betete aber für ihren Bruder. Siegfried konnte am Ende der Gebete noch leise „Okay“ sagen. Diese Gebete hätten ihm Dolore zufolge den Mut gegeben, loszulassen.

Der Magier, der zusammen mit seinem langjährigen Partner Roy Horn für ihre spektakulären Illusionen mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt wurde, schloss am Mittwochabend um 23.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit seine Augen für immer. Eine halbe Stunde zuvor hatte seine Schwester noch mit ihm telefoniert.

Vor neun Monaten starb Siegfrieds Langzeit-Partner Roy

Im Mai 2020 war Fischbachers Partner Roy im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Die Ärzte und Krankenpfleger des Mountain View Hospital hätten „heldenhaft gegen das heimtückische Virus“ gekämpft, „das am Ende Roy das Leben nahm“, so Siegfried Fischbacher damals.

Von dem Schmerz hat sich Fischbacher nie erholt, wie die Bild-Zeitung damals berichtete. Roy hatte ihm allerdings ein Abschiedsvideo hinterlassen, das ihm Trost spenden sollte. „Ich bin nur vorausgegangen, um alles für dich vorzubereiten. Das wird die beste Show, die du jemals sehen wirst“, sagte sein jahrzehntelanger Partner damals – nun sind sie wieder vereint.

Siegfried & Roy: Ihre Illusionen mit weißen Tigern und Löwen waren spektakulär

Horn und Fischbacher waren vor allem für ihre Illusionen mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt. Ihre Karriere endete an Roys 59. Geburtstag im Oktober 2003, als einer der weißen Tiger Roy Horn bei einer Vorstellung am Hals packte und von der Bühne zerrte. Horn behauptete bis zuletzt, er habe auf der Bühne einen Schlaganfall gehabt und der Tiger wollte ihn in Sicherheit bringen.

Die beiden Männer trafen sich 1957 auf einem Kreuzfahrtschiff, auf dem Horn als Animateur arbeitete. Seit 1950 gingen sie zusammen auf Tour, zuerst in Europa, dann in den USA. Mit ihren Zauber- und Tiertricks arbeitete sich das Paar nach oben. Im Jahr 1967 kamen die beiden schließlich nach Las Vegas. Gut zwei Jahrzehnte handelten die „Meister der Illusion“ dort einen Millionen-Deal mit dem „Mirage“-Hotel aus.

Aus ihrer privaten Beziehung machten die beiden Magier lange ein Geheimnis. Erst in ihrer 2007 erschienenen Autobiografie „Magier des Jahrhunderts“ sprachen die beiden Deutsch-Amerikaner erstmals offen darüber. Demnach waren Siegfried und Roy lange Jahre liiert, trennten sich aber 1998. Sie seien jedoch Freunde geblieben und lebten nach ihrer Trennung weiter zusammen in „Little Bavaria“.