Falschparker beleidigen zwei Burschen homophob

Die jungen Männer wollten Ärger vermeiden - doch der Fahrer und sein Begleiter folgten ihnen

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In Berlin-Adlershof sind am Mittwochabend zwei junge Männer von zwei Falschparkern schwulenfeindlich beleidigt und geschlagen worden. Das meldet die Polizei der deutschen Hauptstadt, die Taten mit einem möglichen LGBTI-feindlichen Hintergrund gezielt öffentlich macht.

Ein Auto parkte auf dem Gehsteig – und der Fahrer wollte keine Kritik hören

Der Vorfall ereignete sich gegen 23.00 Uhr in der Dopfeldstraße: Ein Auto, das auf dem Gehsteig geparkt hatte, erregte sie Aufmerksamkeit von zwei Passanten, 16 und 21 Jahre alt. Sie machten den Fahrer und dessen Begleiter auf ihr Fehlverhalten aufmerksam. Daraus entwickelte sich ein Streit.

Die beiden Burschen entschieden sich daraufhin, weiterzugehen, um weiteren Ärger zu vermeiden. Doch die mutmaßlichen Falschparker verfolgten die beiden Männer mit ihrem Auto und stellten sie kurz darauf auf dem Parkplatz eines Supermarktes. 

Der Fahrer soll dem 16-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben

Dort beleidigten Fahrer und Beifahrer die beiden Burschen zunächst schwulenfeindlich, dann soll der Fahrer dem 16-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend stieg das Duo wieder in den Wagen und fuhr weg. Die beiden Männer konnten unerkannt entkommen.

Wie bei mutmaßlicher Hasskriminalität üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen wegen Beleidigung und Körperverletzung übernommen. Weitere Details zu den mutmaßlichen Tätern und Opfern liegen – wie bei Erstmeldungen der Polizei üblich – nicht vor.