Attentat von Oslo: Verdächtiger bleibt in Haft

Der 43-Jährige bleibt weitere vier Wochen in Untersuchungshaft

Zainar M.
Polizei Oslo

Der mutmaßliche Attentäter von Oslo bleibt weiter in Haft. Das zuständige Gericht hat einen Monat nach der Tat die Untersuchungshaft gegen Zainar M. am Montag um weitere vier Wochen verlängert. Am Verdacht gegen den Mann habe sich nichts geändert, so das Gericht.

Nach wie vor keine Briefe, kein Besuch – und keine Aussage

Der 43-Jährige darf auch weiterhin keine Briefe erhalten oder Besuch empfangen. Davon ausgenommen sind nur seine beiden Kinder, zwei und drei Jahre alt. Nach Angaben des Gerichts hat er sich zu der ihm vorgeworfenen Straftat noch immer nicht geäußert. Die Polizei geht davon aus, dass Hass auf Lesben und Schule der Grund für die Tat sein könnte.

Zainar M. ist dringend tatverdächtig, am Abend vor der Oslo Pride in der Nähe der beliebten Schwulenbar „London Pub“ geschossen und so zwei Männer getötet zu haben. 21 Menschen wurden bei der Attacke verletzt. Der 43-Jährige, ein norwegischer Staatsbürger mit iranischen Wurzeln, konnte wenige Minuten nach den ersten Schüssen überwältigt werden. 

Für die norwegischen Behörden ist der Mann Teil eines Terror-Netzwerks

Der norwegische Staatsschutz PST stuft die Tat als islamistischen Terroranschlag ein. Der Polizei war der mutmaßliche Attentäter bereits seit 2015 als Islamist bekannt – was in Norwegen zu deutlicher Kritik an den Behörden geführt hat.

Auch, wenn Zainar M. die Tat alleine verübt haben soll, glaubt der Staatsschutz, dass der 43-Jährige im Vorfeld Helfer gehabt haben könnte. So hat Roger Berg, Leiter des Staatsschutzes, bestätigt, dass Zainar M. Teil eines terroristischen Netzwerks war.