Samstag, 15. Juni 2024
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Mitten im Regenbogenkiez: Mann beleidigt und mit Reizgas besprüht

Erneut hat es in Berlin einen schwulenfeindlichen Übergriff gegeben. Ein Mann soll im Schöneberger Regenbogenkiez beleidigt und mit Reizgas besprüht worden sein.

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Es kam zu einem Wortgefecht, das damit endete, dass die Angreifer dem 50-Jährigen einen Reizstoff ins Gesicht gesaprüht haben sollen. Danach sollen sie sich in unbekannte Richtung entfernt haben. Der 50-Jährige wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Dort wurde seine Augenreizung ambulant behandelt.

Auf der Motzstraße wurde der Mann angepöbelt und angegriffen

Wie die Berliner Polizei berichtet, ereignete sich der Vorfall am Donnerstag gegen 3.35 Uhr in der Motzstraße, mitten im Berliner Regenbogenkiez: Der 50-Jährige war mit einem Bekannten zu Fuß unterwegs, als die beiden plötzlich von zwei Unbekannten schwulenfeindlich beleidigt wurden.

Nähere Informationen zu den Angreifern gibt es derzeit nicht. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Das ist in allen Fällen mutmaßlicher Hasskriminalität üblich.

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Nun ermittelt der Staatsschutz

Im Gegensatz zu anderen Städten im deutschsprachigen Raum macht die Berliner Polizei mögliche LGBTI-feindliche Vorfälle gezielt öffentlich, um so größere Achtsamkeit zu erreichen. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass es in der deutschen Hauptstadt häufiger Übergriffe gibt.

Erst kürzlich wurden eine Attacke auf den Mitarbeiter einer Beratungsstelle sowie ein Angriff auf einen 27-Jährigen nach einem Fake-Date in Berlin-Marienfelde gemeldet.

Für Hassverbrechen gegen LGBTI gibt es eigene Ansprechpartner:innen

Opfer von Hasskriminalität können in der deutschen Hauptstadt unter anderem auf der Internetwache der Polizei Berlin  online eine Anzeige aufgeben. 

Bei der Berliner Polizei gibt es zudem zwei Ansprechpersonen für LGBTI . Damit soll Angehörigen sexueller Minderheiten, die oft aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Erstatten einer Anzeige nach einem Übergriff erleichtert werden.