Berlin: Schwulenfeindlicher Angriff auf der Motzstraße

Mitten auf der schwulen Meile Berlins gab es Montagabend einen homophoben Angriff: Wie die Polizei mitteilte, wurde ein schwules Paar auf der Motzstraße angegriffen.

Schwule Lokale, Fetisch-Shops, Restaurants und Cruising-Bars: Nirgendwo ist Berlin schwulenfreundlicher als in der Gegend rund um Nollendorfplatz und Martin-Luther-Straße. Und trotzdem gibt es auch hier Angriffe gegen Schwule: Die Tat ereignete sich gegen 21.30 Uhr: Ein Paar, 24 und 39 Jahre alt, war in dem Szeneviertel unterwegs. Als der Ältere seinen Freund auf der Motzstraße umarmte, kam ein 31-Jähriger auf die beiden Männer zu, beleidigte und bespuckte sie. Als sie ihn auf Englisch aufforderten, damit aufzuhören, wurde der Mann noch aggressiver: Er bespuckte den Älteren erneut und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Es kam zu einem Handgemenge, in dessen Folge der 39-Jährige auf den Boden fiel. Der Angreifer trat daraufhin mehrmals auf ihn ein. Als Passanten zu Hilfe eilten, versuchte der 31-Jährige zu flüchten. Er konnte aber von weiteren Passanten gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden.

Der 39-Jährige erlitt bei dem Angriff mehrere Schürfwunden, sein Arm wurde ausgekegelt. Er musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Über die Hintergründe des Angriffs ist nichts bekannt, die Berliner Kriminalpolizei ermittelt.