Pornojäger will gegen Life Ball demonstrieren

Lange war es um Martin Humer still geworden – jetzt möchte der als „Pornojäger“ bekannt gewordene katholische Fundamentalist sich wieder in Szene setzen: Mit einer Demonstration beim Life Ball, gegen den erstmals stttfindenden „Red Ribbon Cotillion“.

So hat Humer als Obmann der „Christlich-sozialen Arbeitsgemeinschaft Österreichs“ bei der Bundespolizeidirektion eine „friedliche Demonstration“ angemeldet: Am 17. Juli, dem Tag des Life Balls, vor dem Haupteingang des Burgtheaters.

Den Zweck der Demonstration ist für den 85-Jährigen, dass das Burgtheater mit dem Cotillion „völlig zweckentfremdend (…) geschändet“ werde: „Jahrelang haben die homosexuellen Vereinigungen ihre ‚Grande Feste‘ im Wiener Rathaus gefeiert“, jammert er zunächst über den Erfolg des Life Balls. „Nun wollen sie ihre gesellschaftspolitische Aufwertung durch das Burgtheater feiern“, so Humer in der Anmeldung der Demonstration. Er sieht die abendländische Kultur gefährdet: „Die Folge dieses Mißbrauchs wird sein, daß in Zukunft auch andere Vereinigungen das Burgtheater beanspruchen werden. Wir lassen nicht zu, daß die diversen ‚Marktschreier‘ unsere kulturellen Einrichtungen vereinnahmen dürfen.“

Humer, der seine Bitte um Unterstützung von seiner E-Mail-Adresse bei „babycaust.at“ versendet, legt gegenüber der Polizei wert darauf, dass die Demonstration friedlich verlaufen soll. Leise wird sie allerdings nicht: „Die Demonstration wird unterstützt durch 2 PKW mit Lautsprecheranlagen“, so Humer. Ob die tausenden Fans des Life Ball mit den Flugblättern, die der alte Mann verteilen will, etwas anfangen können, darf aber bezweifelt werden.

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