Sonntag, 16. Juni 2024
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Transsexuelle in U-Bahn beleidigt, geschlagen und bestohlen

Wieder eine Gewalttat gegen sexuelle Minderheiten in Berlin

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Im Berliner Stadtteil Schöneberg haben in der Nacht zum Donnerstag drei Unbekannte eine 19-jährige Transsexuelle beleidigt, geschlagen und beraubt. Das berichtet die Polizei Berlin.

Demnach ereignete sich der Vorfall gegen 0.45 Uhr in einem Wagen der U2 in Richtung Ruhleben. Die 19-Jährige wurde zunächst von den drei Männern wegen ihres Aussehens angesprochen, ausgelacht und beleidigt. Die Betroffene wehrte sich verbal gegen die Anfeindungen.

Als ihr Opfer zurückschnautzte, schlugen die Täter zu

Daraufhin stießen sie die drei Männer, schlugen zu und traten sie noch im Zug. Als sie in der U-Bahn-Station Bülowstraße aus der U-Bahn flüchtete, stürzte sie. Dabei verlor sie ihr Handy. Einer der Schläger nahm es und fuhr mit seinen beiden Freunden weiter.

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Die 19-Jährige lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Eigenen Angaben zufolge wurde sie nicht verletzt. Nun ermittelt wie bei allen Hassverbrechen der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

Zahl der Übergriffe gegen LGBT in Berlin steigt

Zuletzt wurde Anfang September eine Transperson im Kleinen Tiergarten in Moabit von drei Unbekannten wegen seines Aussehens beleidigt und geschlagen. Die Anzahl der Angriffe gegen sexuelle Minderheiten scheinen in Berlin in den letzten Monaten deutlich angestiegen zu sein.

So gab es der aktuellen Kriminalstatistik zufolge im Jahr 2015 insgesamt 105 angezeigte Fälle im Bereich „sexuelle Orientierung“. Das sind um 25 mehr als im Jahr zuvor und entspricht einem Anstieg von mehr als einem Drittel. Eine Schätzung, wie hoch die Dunkelziffer sein könnte, gibt es nicht.