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Obama trifft sich in Kuba mit LGBT-Vertretern

'Er hat jedem von uns zugehört'

Barack Obama - Archiv

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24.03.2016 | 14:08 | von Chris Karnak

Bei seinem Besuch in Kuba hat US-Präsident Barack Obama auch mit Regimekritikern gesprochen, unter ihnen auch zwei LGBT-Aktivisten. Sie waren von dem Treffen sehr beeindruckt.

Zu den Treffen mit einer Gruppe von Dissidenten waren auch Juana Mora Cedeño und Nelson Álvarez Matute von der Gruppe „Alianza Mano“ eingeladen. Damit wollte Obama ein deutliches Zeichen für die Meinungsvielfalt zeigen. „Alle Menschen an diesem Tisch haben außerordentlichen Mut bewiesen“, lobte er die Aktivisten.

Gegenüber dem Magazin „Washington Blade“ schilderte Mora Cedeño ihre Begegnung mit dem mächtigsten Mann der Welt: „Er hat jedem von uns zugehört, auch der LGBT-Community.“ Die Aktivistin hat in der Vergangenheit mehrmals Präsident Raúl Castro und seine Tochter Mariela kritisiert, auch wenn sich diese für die Rechte sexueller Minderheiten in Kuba einsetzt.

Auch bei der Rede im großen Theater von Havanna am Abend hat Präsident Barack Obama die Bedeutung von LGBT-Rechten hervorgehoben. Demokratie sei der Weg, mit dem Probleme in einer Gesellschaft gelöst werden könnten: „So haben wir enorme Fortschritte bei Frauenrechten, bei Rechten für Schwule und Lesben erreicht“.

Homosexualität ist in Kuba legal, es gibt allerdings keine Eingetragenen Partnerschaften. In vergangenen Jahrzehnten, vor allem nach der Revolution und unter der Herrschaft von Fidel Castro, sind vor allem schwule Männer in kommunistische Umerziehungslager gesteckt worden.

Mittlerweile setzt sich vor allem Mariela Castro als Vorsitzende des „Nationalen Zentrums für Sexualerziehung“ gegen Homophobie und Transphobie ein. Doch die Aktivistin Juana Mora Cedeño betont, dass diese Initiativen nicht die LGBT-Community in Kuba repräsentieren.

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